Handball in Münchberg

Herren I: TVM – TV Etwashausen 44:28 14.1.12

Gepostet am 15. Januar 2012 in Herren I, Spielberichte.

Die nüchterne und sachliche Analyse lautet: Revanche für die 30:33 Auftaktniederlage mehr als deutlich geglückt. Zudem den direkten Vergleich gewonnen, Etwashausen weiter in den Abstiegsstrudel geschickt und sich selbst den rettenden Ufer ein ganzes Stück näher gebracht. Der aktuelle vierte Rang mit 18:10 Zählern ist somit Momentaufnahme und schöner Begleiteffekt zugleich.

Unter der hervorragenden Leitung des weiblichen Schiedsrichtergespanns aus Mittelfranken, die Positivwerbung für ihre Zunft betrieben, legte der Gast zweimal vor. Doch schon nach wenigen Minuten begannen die Einheimischen der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Die Angriffsmaschinerie des TVM kam immer besser auf Touren und binnen weniger Minuten führte Münchberg schon mit 8:3. In der Folge war Etwashausen bestrebt, schnell wieder den Anschluß zu finden, geriet dabei im weiteren Verlauf aber in die Fehlerfalle.

Die Unterfranken blieben bis zum 11:8 ihrem Kontrahenten auf den Fersen, doch die technischen Unzulänglichkeiten und unkontrollierten Würfe häuften sich. Münchberg münzte diese Fauxpas fast zu 100 % in eigene Treffer um und zog bis auf 17:9 davon. Dadurch wurden die Gäste gezwungen, noch schneller den Erfolg zu suchen, wollte man nicht schon frühzeitig als Verlierer feststehen. Doch genau das passierte, weil die Trefferquote des TV Etwashausen bei weitem die eigenen Hoffnungen nicht erfüllte.
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So ging der TVM mit einem klaren Vorsprung in die Kabine und konnte sich in Hälfte zwei eigentlich auf Ergebnisverwaltung konzentrieren. Bis zum 23:16 wurde dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt. Doch im weiteren Verlauf schlichen sich immer mehr Konzentrationsfehler beim TVE ein. Dazu gesellten sich zudem spielerische Defizite, die dann auch offen legten, warum Etwashausen so tief in den Abstiegkampf verwickelt ist.

Münchberg wurde zum Tore schießen regelrecht eingeladen. Und dass sich dann die Torfabrik der Liga nicht zweimal bitten lässt, ist logische Konsequenz. Schade, dass dem stets bemühten Stefan Baumgärtel kein Treffer gelang. Die Mitspieler beteiligten sich rege am Zielschießen. Vor allem Tobias Wilferth findet immer besser in die Spur. Die Würfe von Vit Kalas könnten bei zunehmender Konstanz demnächst  waffenscheinpflichtig werden. Zumindest konnten die beiden generischen Keeper froh sein, bei der Ballgeschwindigkeit und den dadurch entstehenden Luftzug sich keine Erkältung geholt zu haben.
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Es war einmal mehr ein gelungener Auftritt des TVM-Rekkordsturms. Freilich darf die Kritik im bezug auf das mit zunehmender Spieldauer schludrige Abwehrverhalten incl. dem von TW Fleischmann nicht unter den Tisch gekehrt werden. Gegen stärkere Gegner könnte dies auch wieder einmal bestraft werden, aber dazu fehlte den Gästen an diesem Tage einfach die spielerischen Mittel.

Den Grün-Schwarzen gelang in der Schlußphase fast alles, teilweise sogar spektakuläre Treffer. Die zahlreichen Fans fühlten sich gut unterhalten und trieben den Stimmungspegel in die Höhe, als die Anzeigetafel bestätigte, dass die Seiferth-Schützlinge erneut die „40iger-Schallmauer“ durchbrochen haben.
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Trotzdem steht eine Woche mit viel Trainingsschweiß auf dem Programm, geht es doch am kommenden Sonntag um 16:30 Uhr zum ewig jungen Lokalderby in die Nachbarstadt zum TV Helmbrechts. Dort zählen bekanntlich keine Tabellen und Ränge, sondern nur das Streben nach dem Prestigesieg, den jeder der beiden Rivalen gerne für sich in Anspruch nimmt.

 

TV Münchberg   –   TV Etwashausen            44 : 28            (20 : 13)

TV Münchberg
Fleischmann (Tor);
Martin Lad (4), Baumgärtel, Sammet (4), Chr. Bär (5/5), Kalas (8), Jan Lad (6), Wilferth (6), Schulz (3), Jakob Lad (4), Szwarc (4).

Schiedsrichter: Kerstin Herberth (Zirndorf); Petronela Richter (Nürnberg) pfiffen hervorragend

Zuschauer:    1 8 0

Zeitstrafen:   Münchberg 2; Etwashausen 1.

Rote Karte:  Andreas Kister (Etwashausen) in der 39. Minute wegen Foulspiel.

Spielfilm: 1:2, 5:2, 8:4, 9:6, 13:8, 17:9, 18:12, 21:13, 25:17, 31:17, 33:20, 37:24, 40:26, 44:28.


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