Handball in Münchberg

Herren I: TVM – TS Selb 31:28 25.2.12

Gepostet am 26. Februar 2012 in Herren I, Spielberichte.

Fazit aus Münchberger Sicht. Alle 4 Derbys in der laufenden Saison gewonnen. Nachdem Roßtal und Lauf gepatzt haben, Bild 16dritten Tabellenplatz auf 3 Zähler Differenz gegenüber den Verfolgern ausgebaut.

 

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Damit kann der TVM weiterhin gut leben und das sollte auch die Selber Turnerschaft in dieser Runde noch können. Freilich Bild 21ist sie längst noch nicht aller Abstiegssorgen los, doch der Auftritt in Münchberg zeigt Perspektiven und lässt Mannschaft und Verantwortliche beruhigter nach vorne schauen. Es war über weite Strecken eine couragierte Leistung, die die Porzellanstädter vor stattlicher Kulisse ablieferten. Auch beim zwischenzeitlichen 6:14 Rückstand ließen sie die Köpfe nicht hängen und suchten immer wieder nach Lösungsfindungen.

Dies scheint jetzt Trainer Volker Eheim besser zu gelingen, als es Vorgänger Horst Roch möglich war. Unter dessen Leitung gab es eine 22:33 Vorrunden-Heimpackung, weil man sich damals brav dem Gegner stellte. Genau das, war diesmal nicht der Fall. Zumindest nicht mehr nach dem klaren Rückstand. Auszeit Selb, taktische Umstellung in der Abwehr auf ein 4:2-Abwehrsystem. Und ab diesem Zeitpunkt spielten die Gäste mit dem Spitzenteam aus Münchberg jederzeit auf Augenhöhe.

Diese freilich war bis zur 18 Minute nicht vorhanden. Denn dort zeigten die Grün-Schwarzen, wo bei einer Heimmannschaft der Hammer hängen muss. Es war jedoch ein zäher Beginn mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Zudem schienBild 11 sich in den ersten Minuten bereits ein Hauch von Frühjahrsmüdigkeit über die Kontrahenten zu breiten. Die wenigen guten Abschlüsse brachten ferner keine zählbaren Erfolge, weil von Beginn an die beiden Keeper Fleischmann (TVM) und Michanek (TS 1887) sich schnell als Meister ihres Faches bewiesen.

Gerade Peter Fleischmann war es, der mit gutem Stellungsspiel den TS-Sturm gekonnt in Schach hielt. Selbst die freien Bälle vom Kreis sollten Fleischmann nicht in Verlegenheit bringen. Und als dann nach 7:5 Zwischenstand der Münchberger Rekordsturm sein Visier justiert hatte, war schnell für klare Verhältnisse gesorgt. Münchberg schien im Eilzugtempo einen weiteren Kantersieg entgegen zu steuern. Doch hatte man hier frühzeitig die Rechnung ohne den Gegner gemacht.

Münchberg für seine Laufbereitschaft im Angriff bekannt, bekam von der einen auf die andere Minute gewaltige Probleme mit der jetzt praktizierten 4:2-Deckung der Selber. Sicherlich spielen die wenigsten Mannschaften in dieser Liga diese Abwehrformation. Somit auch wenig Erfahrung für den TVM in der Praxis. Dass man sich aber in der Folge derart die Zähne am Selber Block  ausbeißen würde, gibt auch ein bisschen Grund zum Nachdenken.

Der Gast nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte mit 5 Treffern in Folge auf 14:11. Dass diese 3 Tore Differenz die Gastgeber über die Ziellinie mitnahmen, mag man teils deren Cleverness zuschreiben. Andererseits sollte nicht der Mantel des Schweigens über ein Portion Unbeholfenheit der Seiferth-Schützlinge gedeckt werden. Diese zeigten in der Abwehr phasenweise wieder einmal unerklärliche Defizite. Was nützt es, wenn ein Vit Kalas in Angriff alles in Grund und Boden kanoniert, um mit genau so vielen Stellungsfehlern oder fehlender Beinbeweglichkeit leichte Gegentreffer (Johannes Kempf) ermöglicht. Selb darf zudem nicht vergessen, das mit Vladimir Michanek wieder einmal ein schier unüberwindbares Hinterniss zwischen den Pfosten stand, der so maßgeblich daran beteiligt war, dass Münchberg nicht wieder deutlicher davonzog.

Ob die TVM-Siebenmetermissere an diesem Tag auch Michanek zuzuschreiben ist, oder einfach nur fehlenden Vollstreckungsqualitäten vom Punkt aus, mag von jedem ein Stück sein. Gut für die Hausherren, dass gerade beim 26:24 und 28:26 der eingewechselte Florian Bär 2 wichtige Bälle hielt. Diese ermöglichten im Gegenangriff jeweils TVM-Treffer. Zudem wurde dadurch der letzte Gästewiederstand gebrochen.  Ein Knackpunkt im Gästeangriff kam außerdem in der 52. Minute, als deren bis dahin torgefährlichster Angreifer Johannes Kempf mit der 3. Zweiminutenstrafen vorzeitig in die Kabine konnte.

So pendelte in der Schlußphase die Begegnung zwischen einer Münchberg  2 und 4 Tore Führung ständig hin und her. Am Ende standen wieder die 3 Treffer Differenz, genau wie schon zur Pause. Zwischendrin sahen die Zuschauer ein eher mittelklassiges Derby, das in erster Linie von seiner Spannung lebte. Unterm Strich können beide Mannschaften ein wenig Zufriedenheit als Erkenntnis mitnehmen. Münchberg, weil man abschnittsweise beweisen konnte, dass man nicht zu Unrecht auf Rang drei steht. Und Selb, weil man auf gutem Wege scheint, einen Rhythmus zu finden, der auf jedem Fall ausreichen sollte, um auch im kommenden Jahr Landesligaderbys zu bestreiten.

 

TV Münchberg   –   TS 1887 Selb            31 : 28        (15 : 12)

TV Münchberg: Fleischmann, Florian Bär (Tor); Baumgärtel, Jan Lad (4), Kalas (7), Szwarc (5), Martin Lad (4/1), Sammet (3), Christoph Bär (1/1), Wilferth, Jakob Lad (4), Schulz (3).

TS 1887 Selb: Vladimir Michanek, Roch (Tor); Johannes Kempf (8), Mäsiar (3), Martin Misanek (5), Wiedel, Schönberner, Marcus Kropf (3), Koranda (4/1), Salom, Nützel (1), Stöckert, Lukas Kempf (4).

Schiedsrichter:   Lehmann (Forchheim); Schwarz (Eibach) nahmen sich das Recht, die Dinge aus ihrer Sicht zu beurteilen

Zuschauer:   3 2 0

Zeitstrafen: Münchberg 1, Selb 4

Rote Karte: Johannes Kempf (Selb) in der 52. Minute wegen 3 x 2 Minuten.

Spielfilm: 2:0, 4:1, 6:3, 7:5, 12:5, 14:6, 14:11, 16:13, 19:15, 19:18, 24:21, 28:26, 30:26, 31:28.


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